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Lordarianus
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 Menschen neigen zu Wiederholungen
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Lordarianus » blog » Sinnlose Gedanken

Sinnlose Gedanken

     
09.05.2008 19:05

Kopfgeburt

Wir sind noch da, irgendwo zwischen Sinn und Sinnlosigkeit und machen weiter.

Wofür und wie lange wissen wir selbst nicht, aber wir machen dennoch weiter und denken so lange die ‘Maschine‘ läuft auch nicht daran aufzuhören und sollte sie auch hin und wieder etwas knirschen und Funken sprühen, so hindert auch dies uns nicht daran weiter zu machen und zu sehen , wohin und der Weg noch führen wird und sei es auch ‘nur‘ das finale Ziel.

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10.04.2008 10:18

Entschuldigung?! Was ist eine Entschuldigung noch wert?

Die Menschen scheinen sich heutzutage für alles und jeden entschuldigen zu wollen…mittlerweile sogar dafür, eine eigene Meinung zu haben.

Aber ist nicht gerade dies eines der Menschenrechte? Das Recht auf Meinungsfreiheit?

Ich erwarte nicht, dass sich die Menschen nun auf offener Strasse die Köpfe einschlagen, aber selbst im Streit wird sich ununterbrochen entschuldigt, ja selbst bei Diskussionen…

Immer wieder hört man ein ’Verzeihen sie, aber…’, ’Es tut mir leid, doch…’ und ’Ich bitte um Verzeihung, wenn ich ihnen…’

Wieso denn dieser beständige Drang, dieses scheinbar andauernde Bedürfnis sich entschuldigen zu müssen?

Habe die Menschen ihr Selbstvertrauen verloren oder ist dies der Geist der heutigen Zeit, es allen immer recht machen zu wollen?

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28.12.2007 01:00

Antwort auf eine der unendlichen Fragen

die fähigkeit zu verzeihen ist eine sehr gute eigenschaft,
besonders dem der verzeiht, tut sie gut.
verzeihen und vergessen sind ganz und gar nicht identisch.
wer verzeiht muss nicht vergessen.
verzeihung darf man erbitten, erbetteln oder erflehen,
aber nicht fordern oder verlangen.
wer um verzeihung bittet, muss seinen fehler eingestehen,
und er soll den selben fehler nicht wiederholen.
wer nicht verzeihen kann, trägt schwerer an dem ihm
zugefügten unrecht, aber es gibt keine pflicht zu verzeihen.
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21.12.2007 10:52

Die fehlende Seite

Ich habe mir heute ein Buch gekauft,
nein,
es war nicht das erste Mal für mich
und an dem Buch selbst war auch nichts besonderes…
dachte ich zumindest.

Doch plötzlich stiess ich da auf etwas,
etwas das mich völlig in Beschlag nahm:
Die kaum sichtbaren Spuren eines Schnittes,
eines Schnittes, der auf eine fehlende Seite hinwies.

Was mochte auf ihr gestanden haben?
Hatte der Vorbesitzer eine Kritzelei beseitigt,
einen Liebesbrief entsorgt,
den Entwurf eines Gedichtes,
einer Geschichte,
hingekritzelt,
wie ich das so gerne mache
und es dann entfernt?

Bilder, Geschichten, Rätsel über Rätsel…
sie formen sie sich in meinem Geist,
verdichtete Gedanken,
vergessene Begebenheiten…

Mir schwimmt der Kopf noch immer.

Als ich später das gleiche Buch noch einmal fand,
blätterte ich es durch und fand…
NICHTS!

Es war das gleiche Buch,
vom Einband bis hin zum Geruch von Alter und etwas nicht greifbarem,
doch der Schnitt war nicht da,
kein Hinweis,
meines schien das Einzige gewesen zu sein.

Und sollten mir eines Tages meine Ideen ausgehen,
meine Träume an Farbe verlieren,
werde ich immer an diese fehlende Seite denken
und was auf ihr gestanden haben mochte.

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13.12.2007 15:14

''Aus einem Gespräch mit einem alten Freund'' oder ''Die Einsamkeit des alten Mannes''

Mit weit aufgerissenen offenen Augen steht er da,
die Welt ist ihm plötzlich so fremd geworden,
alles ist noch so,
wie es kurz zuvor war,
und dennoch,
alles ist völlig anders.

Denn plötzlich,
ganz plötzlich,
hat das Alter ihn gefunden,
hat sich ihm ins Bewusstsein gedrängt.

Die Leute scheinen ihm bekannt,
doch sind sie es nicht,
denn die Menschen,
die er um sich sieht,
sie waren noch nicht geboren zu der Zeit,
in der er sich eben noch gefühlt.

Alles ist gleich geblieben
und dennoch,
plötzlich ist alles anders.

Nur ihm fällt es auf,
denn die anderen sind noch zu jung...

Und sie überkommt ihn,
die Einsamkeit des alten Mannes...

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04.12.2007 11:26

Kleine Geschichten unter Freunden

Schattentänzerin hatte sich ihre ihr hübsches Aussehen bewahren können, trotz der harten Zeit ihrer Jugend.
Sie sprach kaum darüber, hätte man sie ihrer Narben wegen gefragt, sie hätte bestenfalls gelächelt.

Sicher, Sturmreiter kannte die meisten der Geschichten, doch wieso sollte er sie erzählen?
Sie waren sicher verborgen in den Archiven, die er sich im Laufe der Zeit, in seinem Geist angelegt hatte, zusammen mit seinen Visionen, den Alpträumen und anderen unfreundlichen Dingen.

Nur ein Dummkopf hätte gewagt in seinen Geist einzudringen.

Nun sassen sie wieder einmal an irgendeinem dieser gottverlassenen Orte, von denen es immer mehr zu geben schien. Schattentänzerin schien sich sicher zu fühlen, sonst hätte sie wohl kaum ein Lagerfeuer entfacht, entweder das oder sie war auf der Suche nach Streit.

Und tatsächlich, sie schien sie längst bemerkt zu haben, Banditen.  Arme Schweine eigentlich, es waren harte Zeiten und so manchem war nichts anderes übriggeblieben, als sich einer Bande anzuschliessen.

Sturmreiter nahm sich vor sich zurückzuhalten, hoffentlich würde Schattentänzerin nicht allzu hart mit ihnen umspringen, aber sie schien die Ablenkung bitter nötig zu haben.

Und das Schauspiel begann, auf eine kleine Geste hin, legten sie sich 'schlafen'.
Er hoffte wirklich, dass sie sich im Griff haben würde. Sicherheitshalber nahm er etwas Erde in die Hand und begann sich zu sammeln.

Die Banditen schienen misstrauisch zu sein, müde oder einfach unerfahren, sie liessen sich einfach zu viel Zeit.
Die Anspannung in Schattentänzerin war fast schon greifbar, Sturmreiter begann zu schnarchen. Und die Banditen griffen an.

Unerfahren...

Schattentänzerin lies ihrem Instinkt freien Lauf...
Einem Wirbelwind gleich fegte sie durch die Reihen der Banditen, Reihen war vielleicht übertrieben, es waren gerade mal 15 Unerfahrene.
Bei Profis hätte es vielleicht sogar eng werden können.

Sturmreiter setzte sich auf und beobachtete das Schauspiel, er hatte es zwar schon so oft gesehen, aber er genoss es immer wieder.
Die fliessenden Bewegungen, die gezielte Freisetzung von Kraft...sie hatte zwar ihre Dolche gezogen, doch schlug sie nur mit den Griffenden zu während sie mit den Klingen parierte. Er konnte das Feuer in Schattentänzerins Augen sehen.

Er machte sich eine geistige Notiz für später, sie hatten kaum noch Kräuter um die Schmerzen zu betäuben, die Schattentänzerin später sicher haben würde.

Sie und er waren zwar noch relativ jung, doch die Zeit und ihre Leben hatten Spuren an Ihnen hinter lassen. Und auch wenn ihre Bewegungen noch immer voller Anmut waren, würden ihre Gelenke ihr schon noch sagen, was sie davon hielten.

Und er, er schien älter als er tatsächlich war, wie die meisten Sandmagier...man hatte ihn schon zu Beginn seines Studium in der Universität der vielfachen Stadt gewarnt, dass weniger manchmal mehr sein kann.

'Nehmt von eurem Sand nur wenn es keinen anderen Weg gibt', hatte der Grossmeister die Studenten gewarnt. 'Diese Zauber sind zwar die mächtigeren, doch bedenkt, dass ihr damit Euer Leben aufbraucht!'

Nun war es aber genug, das erste Blut war geflossen, es war an der Zeit einzugreifen. Er ballte die Faust fester und lies die Energie kontrolliert in die Erde darin fliessen. Schliesslich öffnete er seine Hand und blies.

Die Erde, nun zu feinem Staub geworden, verteilte sich über den Kämpfenden und senkte sich langsam, aber bestimmt auf sie nieder. Die Wenigen, die noch stehen konnten, brachen bewusstlos zusammen ...alle, ausser Schattentänzerin.

Sie sah ihn nur vorwurfsvoll an, während sie langsam auf ihre Knie sank.
Er hatte den Banditen das Leben gerettet, daran bestand für ihn kein Zweifel mehr. Sie würde sich hoffentlich beruhigt haben, ehe der Zauber seine Wirkung verlor...

Er hatte keine Lust mit Schattentänzerin zu streiten, seine Rippen schmerzten noch immer vom letzten Mal, aber die Tatsache, dass sie noch immer nicht eingeschlafen war, sonder ihn nur stumm anstarrte, liess ihn jedoch dunkles ahnen.

Ob er sich dieses mal mehr 'wehren' sollte?
Vielleicht sogar, etwas von sich geben?
Nein, lieber den Sturm aussitzen und hoffen, dass er nicht zu lange anhalten würde.

Er ging zu ihr und lud sie sich auf die Schulter, hier konnten sie nicht bleiben, er hatte keine Lust darauf, dass sich das Schauspiel am nächsten Tag wiederholte. Sturmreiter war sich zwar sicher, dass den Männern das Räuberspielen fürs erste vergangen war, aber lieber kein Risiko eingehen.
Schattentänzerin konnte sehr…ausdauernd sein.

So trug er sie durch die Einöde, erleichtert als er spürte wie sich ihr Herzschlag verlangsamt und ihre Atemzüge ruhiger wurden. Sie war endlich eingeschlafen. Als er schliesslich eine verlassene Höhle fand, legte er Schattentänzerin vorsichtig ab und gönnte sich selbst etwas Schlaf.

Erst sah er Sterne, dann kam der Schmerz...
Fast hätte er es für einen Traum gehalten, fast...
'Du hast dich also doch noch nicht beruhigt?'

Es war eher eine Feststellung, als eine Frage. Sturmreiter versuchte sein Auge zu öffnen, dass andere hatte bereits begonnen zuzuschwellen.

'Wie konntest du dich nur einmischen? Du hattest kein Recht dazu!' Schattentänzerins Gesicht war eine Maske aus Wut und etwas anderem, Enttäuschung?

'Ich hatte Recht damit und dass ich nur aus einem Augen sehen kann bestätigt mich nur noch mehr! Das waren nur einfache Leute, ein paar Schläge, das hätte ich verstanden, aber du hast wieder einmal die Kontrolle über dich verloren!'

Sturmreiter überlegte sich einen Moment lang, ob er sein Gesicht abtasten sollte, verwarf diesen Gedanken aber gleich wieder.

'Einfache Leute? Sie hätten uns getötet ohne zu zögern!'
'Aber nur um sich selbst am Leben zu erhalten, du hast doch schon beim ersten Schlag gemerkt, dass kein professioneller Räuber unter ihnen war!'

Ihre Miene verfinsterte sich noch mehr.
Gänsehaut jagte über Sturmreiters Nacken, er hatte diesen Namen wirklich verdient!


Keine Sterne, Wolken, egal...
Ziel muss erreicht werden...
Niemand entkommt...
Fliehen?
Ja?
Entkommen?
Nie!

Sichelkriecher verbirgt sich im Schatten. Schatten, Schattentänzerin, Gegner, nicht jetzt!
Schleichen, kriechen, spüre das Leben, dass bald erlöschen wird, erlöschen...

Etwas huschte durch die Gänge, Hallen, mal am Boden, mal an der Decke...
Von niemandem wahrgenommen. Metal auf Stein, aber kein Geräusch, Metal auf Holz, keine Kratzer, keine Spuren.

Kalte Schärfe in Fleisch, ruhig, Stille, Blut, nicht viel, schnell entsorgen, weiter, weiter, weiter...

Der Herr des Hauses spürte nicht einmal einen Windhauch, die Wächter hören etwas zu Boden fallen, öffnen die Tür. Er sitzt noch da, sein Kopf liegt zu seinen Füssen.

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30.11.2007 10:48

Unterwegs, morgens um 3

Ich bin draussen, wie lange schon, ich weiss es nicht mehr...

Es ist kalt, der Regen blieb aus, dichter Nebel ist aufgezogen. Er hat mich völlig durchdrungen, feuchte Kälte und Ungewissheit, bis tief in mein Innerstes.

Ich bin allein.

Um mich herum ist nichts, ist niemand, nur zäh dahinfliessende Leere.

Manchmal ballt sich der Nebel zusammen, verdichtet sich zu schemenhaften Gebilden...Menschen...Tieren...

Doch alles scheint mir blosse Illusion, wirkt unecht, während ich fühle, wie meine eigenen Konturen langsam verwischen, meine Farben verblassen, ich mich aufzulösen beginne und eins werde.

Eins mit dem Nebel.

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29.11.2007 09:53

Ein Abend mit meinem Vater

Habe ein armes Schwein zerteilen geholfen, war ziemlich anstrengend:

Dieses Geräusch, wenn die Säge erst an der Haut kratzt, dann durch das Fleisch gleitet und schliesslich den Knochen zerteilt...


Es fliesst kaum Blut, es ist gut abgehangen..
Ich vermisse den Kopf, doch den isst bei uns niemand...

Es hängt dieser süssliche Fleischgeruch in der Luft und es ist wie immer:

Erst macht es mir nichts aus, Fleisch ist Fleisch, das Schwein ist nicht mehr, da ist nur noch ein Ding, das Schwein ist fort. Doch mit der Zeit steigt ein Eckel in mir auf, von dem ich nie weiss woher er kommt, vielleicht ein schlechtes Gewissen?

Es ist nicht viel, nur hundertzwanzig Kilo, dass geht relativ schnell...

Ein Teil, ein kleiner Teil ist bereits im Ofen, dieser Duft, er lenkt mich von meiner Arbeit ab.

Die Haut fühlt sich rau an, ist kalt...zum Teil bleibt sie dran, für die Kruste.

Wieder ein Packen Fleisch...Braten, Plätzchen, Koteletts, alle liegen sie sauber aufgereiht vor mir auf dem Tisch und ich merke, dass ich die Arbeit doch irgendwie gerne mache... weshalb behalte ich für mich.
Und dennoch ist da diese Übelkeit, doch sie wird bis zum Essen vergangen sein, ich kann es schon auf meiner Zunge spüren, den Geschmack von Rippchen.


 

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19.11.2007 14:56

Schnell hingeschmiert und abgeschrieben...

Die Nacht brach herein, als er sie dort draussen auf der Terrasse stehen sah, in diesem Kleid, das viel zu dünn und für das es zweifellos viel zu kalt war.

Es war schon länger her, seit er sie zum letzten al im Arm gehalten hatte...
Es war vorbei, er wusste das schon lange, er war gekommen um ihr das zu sagen...
Doch nun stand sie da in diesem Kleid, von dem sie genau wusste, welche Wirkung es auf ihn hatte, diesem Kleid, das sie nur für ihn angezogen und zweifellos auch nur für ihn wieder ausziehen würde...

Wozu also die Sache überstürzen, der Tisch schien gedeckt und er war kein Kostverächter, er konnte es ihr immer noch später sagen.
Er war ihr erster gewesen, etwas das ihn nie sonderlich gekümmert hatte, das für sie aber alles zu bedeuten schien, er wusste, dass er ein Schwein war, aber wen kümmerte es schon?

Nun stand er hinter ihr, schmiegte sich sanft an sie, sie drehte sich langsam um. Tränen hatten ihr Make-up verlaufen lassen, ihr süsses Gesicht entstellt, es in die groteske Fratze eines Harlekins verwandelt. Er wunderte sich noch einen Augenblick darüber, woher dieser Gedanke gekommen sein mochte...

Sie holte ihn zurück: ''Ich hoffe du hast heute schon gebetet!''
Er erinnerte sich nur zu gut, jeden Tag war sie in dieses verwahrloste Gemäuer gerannt und hatte für ihn gebetet, ''Zeitverschwendung'', dachte er bei sich.

Dann der erste Blitz, der Schock dämpfte den Schmerz, aber nicht aber nicht die Wärme, die er an sich herunter laufen fühlte.

Wie sie dies wohl vor dem alten Mann dort oben rechtfertigen wollte?

Der zweite Blitz presste ihn die Luft aus den Lungen, lies in auf die Knie sinken.
Nein, er hatte nicht gebetet.

Und während die Welt um ihn herum langsam einer gespenstischen Schwärze wich, sah er ein letztes mal ihr Gesicht vor sich, so wie es war, als er sie kennen gelernt hatte, ihre grünen Augen, die Sommersprossen ihn ihrem Gesicht und dieses süsse Lächeln, das einzige, das jemals in sein Innerstes vorgedrungen war, danach....nichts mehr.

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26.09.2007 23:41

Nichts Grosses

Mich gibt es nicht!
Täusche dich nicht!
Ich bin nie da gewesen, habe nie mit dir geredet!
Ich bin ein Schatten, ein Traum, gefangen zwischen hier und jetzt, da und dort.

Ich lebe von Gefühlen anderer, der Zeit anderer,
Glaube, Liebe, Hoffnung, diese und vieele andere habe ich verschlungen, verdaut,
sie mir einverleibt und verdorben.

Selbst vor den kleinen Wundern des Alltags schrecke ich nicht zurück,
diesen kleinen Überraschungen.
Ich schleiche mich von hinten an sie heran, wenn sie keiner erwartet!
Und nehme sie mir, verschlinge sie, si und andere wie sie.

Nichts soll bleiben von ihnen!
Und doch...
...bin nicht ich der Beweis dafür, dass sie waren?
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